alex+christian


vor dem gig


christian, dennis, johann


wodan-halle


BAD HAIR DAY

 
...und so begann alles...
Es trug sich im Oktober ´98 zu, daß die drei angehenden Medizinstudenten Dennis, Christian und Alex aus gänzlich unterschiedlichen Himmelsrichtungen in Freiburg aufeinanderstießen. Für jeden von ihnen war klar: in Freiburg muß eine neue Band ins Leben gerufen werden. Die ersten vielversprechenden Jams fanden Anfang Dezember statt. Dennis an den Drums, Christian spielte eine alte Fender Rhodes Orgel mit einigen defekten Tasten, Alex eine Fender Mustang-Gitarre deren Sound vorzugsweise durch ein CryBaby moduliert wurde. So war der anfängliche Musikstil dann auch sehr geprägt von  60er psychedelic Feeling, und das wichtigste: es funktionierte.

Es verging die Zeit bis zum Februar ´99, genauer gesagt bis zur Fasnet in Kenzingen, Christians Heimatdorf. An diesem Abend , an dem Christian zunächst seinen Geldbeutel und erst später sein Bewußtsein verlor, stellte er Alex seinen Sandkastenfreund Andi vor, der früher schon einmal in einer gemeinsamen Band Bass gespielt hatte und mittlerweile den Weg zum Pädagogen eingeschlagen hatte. So war der vierte im Bunde gefunden, nun stellte sich nur noch das Problem einen wirklich guten Sänger zu finden, bis dahin sang zwar Alex, aber es war klar, daß die Band eine von einem Instrument unabhängige Stimme benötigte.

Das Studium schritt ebenfalls fort, aber Christian wurde im folgenden Sommer klar, daß das angefangene nicht das Richtige für ihn war. Er entschloß sich, auf die Schauspielschule zu gehen, was auch klappte, und am ersten Schultag, dem 1.September lernte er hier Maike kennen, die frisch aus Ludwigsburg nach Freiburg umgezogen war, und in deren wandlungsfähige Gesangsstimme und intuitiver Art zu Singen sich die ganze Band sofort verliebte.

Nun folgten während einer recht arbeitsreichen Zeit in unregelmäßigen Abständen Proben, in denen zwar schon einige eigene Songs entstanden, aber richtig zusammengeschweißt wurden die Fünf erst in den Osterferien ´00 während einer einwöchigen Aufnahmesession im Proberaum.

Produkt dieser sechs durchmusizierten Tage und Nächte war somit nicht nur eine ansehnliche Demo-CD, sondern auch eine Band, die darauf brannte, ihr mittlerweile schon recht großes Repertoire auf der Bühne zu präsentieren.

Am 1.Juli 2000 war es dannn soweit...



1. Juli 2000 Open Air am StuWo Cup
8. Juli S.A.K. Burghof Lörrach
9. Juli Sommerfest im Vauban
9. September MultiCore Festival im Jazzhaus Freiburg
11. Oktober Schloßkeller in Emmendingen
21. Oktober Band 2000 im Universal D.O.G. Lahr
30. Oktober Jazzhaus Freiburg
15. Februar Waldsee Freiburg
6. Juli
Lörrach/Grüttpark Open Air
6. Juli  (nachts)
Kandern/Robinsonfestival
8. Juli
Freiburg/Vauban-Sommerfest
14. Juli 2001
Freiburg/Jazzhaus

Nach diesem Jahr der Auftritte, die immer mit großem Beifall bejubelt wurden, wurde es dann allerdings still um bad:Hair:day, denn die Band geriet in eine länger andauernde Krise. Es kann wohl keiner mehr so recht entwirren, warum genau all diese Dinge so geschahen und zweifelsohne waren es eine ganze Reihe von Kausalitäten die das komplexe Gefüge der Band stark ins Wanken geraten ließen.

Zunächst wurden wir aus unserem alten Probenraum in der Vauban vertrieben, dann verließ Andi die Band aufgrund unterschiedlicher musikalischer Zielsetzungen. Wir fanden zunächst im Übergang eine Probemöglichkeit und glücklicherweise auch recht bald einen neuen Bassisten, Christian Fröhlich sorgte für frischen Wind und neue Perspektiven in der Rhythmus-Fraktion.

Dennoch verlief die Zeit im Probenraum im Industriegebiet Nord alles andere als kollektiv kreativ. Als wir im Dezember 01 endlich den lange ersehnten eigenen Probenraum fanden war bereits klar, daß die Band im kommenden Jahr über lange Strecken ohne Christian Theil und Maike würde auskommen müssen, da die beiden zunächst für viele Wochen in einer großen Theaterinszenierung im e-werk eingebunden waren und auch darüber hinaus nach Perspektiven in der Schauspielerei Ausschau halten würden.

In der Zahl auf ein stabiles Trio geschrumpft begann für uns eine Suche nach neuen Musikern und Möglichkeiten. Erstaunlich bald knüpfte sich da ein neues Gefüge:

Alex beschloß, wieder dem Mikrophon und seinem Gesang größere Aufmerksamkeit zu widmen, dafür an der Gitarre mehr akustisch und rhythmusbetonter zu spielen, um einem neuen Gitarristen Platz zu machen, der es von Anfang an schaffte, sich nahtlos und unaufdringlich in die bereits vorhandenen musikalischen Ideen der Anderen einzufügen:

Philipp bereichert von nun an die Atmosphäre der immer noch sehr abwechslungsreichen Musik mit seinem gefühlvollen und ausdrucksstarken Gitarrenspiel.

Und der Bandname? Der bleibt, genauso wie der Antrieb, die Motivation, die Leidenschaft Musik zu machen. Ab dem Sommer 02 sind bad:Hair:day wieder live zu sehen, zwar in kleinerer Besetzung, doch musikalisch gereift.

Aber nicht zu verpassen: Voraussichtlich am 20. Juli findet beim Robinson-Festival in Kandern, dessen Atmosphäre uns letztes Jahr verzauberte, als wir in den Sonnenaufgang hinein spielten, ein Auftritt mit allen Musikern zusammen statt. Darüber hinaus haben wir die Songs des letzten Jahres als CD aufgenommen, die noch fertiggestellt wird.

kandern´02
kandern´02

Es ist manchmal schwierig, Dinge die geschehen zu akzeptieren ohne sich die Frage nach dem Sinn darin zu stellen. Der plötzliche Tod unseres Freundes Philipp war ein solcher Moment. Ein viel zu kurzes dreiviertel Jahr machten wir gemeinsam Musik, nur zwei gemeinsame Auftritte waren uns vergönnt bevor uns unvermittelt während der Sommerpause die Nachricht von seinem tödlichen Verkehrsunfall wie ein Schlag traf.

Philipp war ein unglaublich schöner und feinsinniger Mensch, wir merkten alle wieviel es ihm bedeutete Musik zu machen und darum denke ich kamen wir uns in der Zeit die wir miteinander hatten schon ziemlich nahe. Wir werden Dich niemals vergessen, Philipp, Deine Art die Gitarre zu spielen und die natürliche kindliche Freude am Leben die Du mit Deiner Lebenseinstellung verbreitetest.

Es war schwer für uns weiterzumachen. Was sollten wir tun? Unvermittelt fanden wir uns zu dritt  wieder und beschlossen, uns nun ersteinmal auf uns zu besinnen, unsere Songs zu spielen und keine Angst vor der Leere zu haben die sich in manchen von Ihnen nun auftat.

So spielten wir zwei Auftritte im Vorprogramm von Tim Beam und merkten, daß auch dieses funktionierte, wenngleich das Spiel im Trio von jedem mehr Perfektion erforderte (man hört ja einfach jeden Fehler...).

Der Auftritt in der Wodanhalle, bei dem jede der zehn Bands ein vom Publikum bestimmtes Cover zum Besten geben sollte machte es aber unerläßlich sich wieder Verstärkung zu suchen, denn wie zum Teufel sollte man "Papa was a rolling stone" zu dritt spielen? Wir suchten und fanden sie. Christian, unser alter Orgelspieler war sofort dabei, genauso Daniel, Dennis Bruder an der Gitarre; durch Zufall stießen wir auf Johann der mit seiner kunstvollen Percussion zusätzlich dafür sorgte, daß wir diesen Song von einem gesangsorientierten auf einen stark instrumental arrangierten Act übersetzen konnten.

Den Spaß, den uns diese Idee von Bandgefüge in den Proben und natürlich beim Auftritt bereitete wollten wir uns nicht mehr nehmen lassen. Wir experimentierten von nun an wieder mehr mit anderen Musikern um auf dem Grundstock unseres Triosets unsere Auftritte mit neuen Einflüssen und abwechslungsreicher Instrumentierung zu würzen und mit Freunden die Leidenschaft der Musik und des Auftretens zu teilen.

So, Ladies and Gentleman, please welcome: Daniel, der Mann des blues-funkigen Gitarrenspiels und Johannes, seines Zeichens Cellist und Liebhaber melodischer wie schräger Harmonien.